Fertighäuser, Modulhäuser oder Holzhäuser: Was ist der Unterschied?

Vorgefertigtes Bauen – auch als Offsite-Fertigung bekannt – ist der Oberbegriff für Bauverfahren, bei denen Strukturen oder Komponenten verwendet werden, die an einem anderen Ort als dem Ort der Nutzung gebaut werden. Der Bau der vorgefertigten Elemente erfolgt in der Regel in einer Fabrik, die auf diese Art von Verfahren spezialisiert ist. Nach der Planung und Herstellung werden die Elemente zur Baustelle transportiert.

Die häufigsten Arten von vorgefertigten Bautechniken

Unter diesem Oberbegriff finden sich die folgenden Bausysteme: (1) Plattenbau; (2) Modulbau – auch volumetrischer Modulbau genannt; (3) Blockbau.

Es ist wichtig zu bedenken, dass die Vorfertigung viel Zeit und Geld sparen kann, aber die Zeit auf der Baustelle nicht vollständig ersetzen kann. Jede dieser Techniken erfordert jedoch Zeit für die Installation und Montage vor Ort.

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  1. Paneel-Konstruktion

Dabei handelt es sich um eine Vorfertigungstechnik, die in der Regel für Hausbauelemente wie Wände, Böden oder Dächer verwendet wird. Diese vorgefertigten Hochleistungspaneele bestehen im Allgemeinen aus einem Kern aus Wärmedämmung zwischen zwei strukturellen Verkleidungen. Je nach Technologie gibt es verschiedene Arten von vorgefertigten Paneelen wie Stahl- oder Holzrahmenbau, strukturell isolierte Paneele (SIP) oder Brettsperrholz (CLT).

Die Paneele können bereits mit allen erforderlichen Installationen wie Steckdosen und Wasserleitungen hergestellt werden, die bei der Montage des Gebäudes nur noch angeschlossen werden müssen.

Die Paneele werden unter speziellen Werksbedingungen hergestellt, um hohe Leistungen zu erzielen. Es handelt sich um eine sehr schnelle Bauweise, die je nach Größe des Projekts nur wenige Tage für die Montage vor Ort benötigt, und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist deutlich geringer.

  1. Modularer Aufbau

Die auch als volumetrische Modulbauweise bekannte Technik ist eine Vorfertigungstechnik, bei der das Haus ganz oder teilweise in einer Fabrik hergestellt und dann zur Baustelle transportiert wird. Bevor sie das Werk verlassen, sind die Platten bereits zu Räumen zusammengesetzt. Diese Technik erfordert eine minimale Nachbearbeitung vor Ort und ermöglicht daher eine schnelle Verlegung. Aufgrund von Transportbeschränkungen, für die häufig Spezialfahrzeuge erforderlich sind, ist die Konstruktion etwas eingeschränkt.

Sowohl die Platten- als auch die Modulbauweise können in einem einzigen Gebäude kombiniert werden. So können beispielsweise die Bäder oder die Küche in Modulbauweise hergestellt werden, während die übrigen Elemente des Hauses in Form von strukturell isolierten Paneelen gefertigt werden können. Durch die Kombination beider Systeme lässt sich auf der Baustelle noch mehr Bauzeit einsparen und der Bedarf an Fachkräften wird auf ein Minimum reduziert.

  1. Holzbau

Diese Art der Vorfabrikationstechnik bezieht sich auf eine Konstruktion aus horizontal angeordneten Rund- oder Vierkantstämmen, die an den Ecken durch Einkerbungen miteinander verbunden sind. Traditionell wird diese Art von Bausystem in Regionen mit hohen Nadelbäumen verwendet, die als Rohmaterial dienen. Aufgrund der sich entwickelnden Techniken der Offsite-Fertigung können Holzhäuser komplett vorgefertigt und dann als montagefertiger Bausatz zur Baustelle transportiert werden.

Ein zeitgemäßer Ansatz für diese Bauweise ist die Herstellung von Blockbohlen aus Leimholz, die in Fabriken aus Rohholz produziert werden. Das Endprodukt ist stabiler und haltbarer als einfaches Holz und kann wie herkömmliche Holzscheite verwendet und verlegt werden.

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